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Sommer 1909. Mariclée reist nach London, um einen Mann zu treffen. Als sie »das Exemplar« um einen Tag verfehlt, beschließt sie auf ihn zu warten und vertreibt sich die immer länger werdende Wartezeit auf einer bizarren Reise durch Großbritannien. Aus Tagen werden Wochen, ja Monate. Endlich, an Bord eines Transatlantikdampfers, begegnet sie ihrem Angebeteten – samt Gattin und Schwiegermutter … Das ebenso kluge wie kuriose Porträt einer jungen Frau, die das Wagnis eingeht, einer sehr unkonventionellen Vorstellung von Liebe nachzujagen.

Die Autorin
Presse
»… aber nun kann ich Ihnen, gar nicht rasch genug für mein Bedürfnis, versichern, wie schön, wie vollkommen, wie meisterhaft der Schluss vom ›Exemplar‹ ist. Wenn nicht diese infame Entfernung wäre, ich würde Ihnen alle Blumen ins Haus schicken, die ich zu sehen bekomme, um nur etwas zu tun, was meiner Freude und Ergriffenheit gleichkommt.«
Rainer Maria Rilke an Annette Kolb
»Ich weiß nicht, ob es ein zweites Volk auf der Erde gibt, das seine Sprache so wenig liebt. kennt und pflegt wie das deutsche … In einem anderen Lande wäre Annette Kolb allein um ihrer schönen, graziösen Sprache willen hochgeschätzt.«
Hermann Hesse
»Ihre Sprache ist ganz unverwechselbar. Wundernett sagt sie oder was machen die Amourschaften, oder Ich muss ihm eine politesse machen. Wenn sie sich ärgerte, verfiel sie – wie alle Franzosen – vom ›Du‹ ins ›Sie‹. Wie herrlich sind ihre kleinen Diners: Es wird einen olympischen Strudel geben, wobei es ein Rätsel bleibt, wie sie sie finanziert. Denn natürlich ist sie nicht reich; sie ist keine Hortende, keine Sparsame. Das Geld weht sie an und weht auch wieder fort.«
Ursula von Kardorff, Die Welt
»Das Zuverlässigste, was ich über Mademoiselle Kolb zu sagen wüsste, wäre: dass sie eine Persönlichkeit war. Es ist nur schade, dass ich nicht zuverlässig zu sagen weiß, was eine Persönlichkeit ist.«
Erich Kästner
»Wie aber kann ich singen und sagen von der Herrlichen, Verehrungswürdigen, der Einmaligen, ANNETTE KOLB? Wer ihr nicht begegnet ist, hat die Bekanntschaft mit einer der wahrhaft großen Persönlichkeiten unserer Zeit versäumt. Sie ragt wie ein Monument aus der Wirrnis der Zeiten.«
G. Bermann Fischer, Exilverleger von Annette Kolb
Wir hoffen auf weitere zahlreiche Besprechungen!
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